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Das
Erzgebirge hatte in früheren Zeiten verschiedene Namen:
„Herzynischer Wand“, „Fergunnenwald“ (Eichenbergwald),
„Sudeten“ oder „Miriquidi“ (Dunkelwald). Im Mittelalter
wurde es „Böhmerwald“ (Silva bohemica) genannt. Erst
ab dem Jahre 1699 kamen Namen, wie „Meißnisches Ober-Erzgebirge“
und 1755 „Sächsisches Erzgebirge“ auf, 1815 wurde zum
ersten Mal auf einer Landkarte „Das Erzgebirge“ geschrieben.
Ca. 1200 wurde eine erste Burganlage als „Stein des Borso“,
später „Purschenstein“ angelegt, um
den hier verlaufenden böhmischen Steig (semita bohemica, eine Fernverbindung)
in alter Zeit auch „Salzstraße“ genannt, zu schützen.
Die Siedlung „Neuhausen-Erzgebirge“ rund um das Schloss „Purschenstein“
wurde später errichtet.
Am Schwartenberg tritt eine kupferreiche
Bleierzinformation an die Oberfläche. Haldenreste sind Zeugen von
Bergbauversuchen. In unmittelbarer Nähe des heutigen Hotels Dachsbaude
befand sich mit der „hüttstad“ wahrscheinlich eine Schmelzhütte,
in der die Erze eines alten Bergwerkes geschmolzen wurden. Dies muss vor
1591 gewesen sein, da die erste bekannte Karte des Erzgebirges des sächsischen
Kartografen Matthias Öder dieses Anwesen nur noch als „Platz“
bezeichnete. 1873 wurde das alte Bergwerk noch einmal aufgefahren, man
kam aber nicht bis zur Sohle, da es viel zu gefährlich war und man
auf viel Wasser stieß.
Sagen berichten, dass Venezianer im Mittelalter „auf der Schwarte“
waren, um Erze zu beschaffen (wahrscheinlich zum Färben ihrer Gläser).
Der Sage nach haben sie pures Gold gefunden.
Aus dieser Zeit stammt auch die Sage
über die Reiter ohne Kopf... |
An
der alten Salzstraße von Halle über Sayda, Neuhausen-Erzgebirge und Brüx
(Most / CR) nach Prag gelegen, ist die Dachsbaude eine
seit Jahrhunderten beliebte Einkehrstätte und Ausspanne. Als Anfang
des 16.Jahrhunderts immer mehr Leute ins Erzgebirge zogen um hier im Miriquidi
ihr Glück zu finden, nahm auch die Bedeutung der alten Handelsstraßen
wie der Salzstraße zu.
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Auf der Fahrt
nach Prag hatte man die Zoll- und Geleitstelle am Schloss Purschenstein
in Neuhausen-Erzgebirge zu passieren und dann den beschwerlichen Aufstieg auf den Kamm
des Erzgebirges zu wagen. Am Ende des Aufstieges befand sich wahrscheinlich
schon seit einigen Jahrhunderten eine Ausspanne. Hier wurden die Pferde
gewechselt, oder sie konnten wenigstens nach dem Aufstieg eine zeitlang
ausruhen.
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Schneeverwehung auf der Brüxer Landstrasse |

Betriebsferienheim Dachsbaude |

Winteransicht |

So viel Schnee gab es am Anfang des 20. Jahrhunderts (ca. 6,70m hoch)
in unserem Gebiet mit dem Namen "Heidelbach"
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Das Vorderhaus der heutigen Dachsbaude wurde vermutlich
um 1537 erbaut (Jahreszahl auf einem Balken, der beim Umbau 1994 wegen
seines schlechten Zustandes entfernt werden musste), lange bevor der Schwartenberg
bebaut wurde (1927).
Eine Federzeichnung, die im Gastraum hängt trägt die Inschrift
„Anno domini 1537 war dis hus mitt GOTTs hilf erbawt wol fil
onGemag / Krig / teyerung / fewerbranz gar widerstunten IHM alleyn sey
ER /der bese drachn so soll drinnseyn :ißt von onCHRISTlichen erfunden
wordn.“
In den 20er Jahren begründete man sogar eine Buslinie der Freiberg
– Brüxer Busgesellschaft, die auch an der Kammbaude eine Haltestelle
hatte. Nach 1945 war Deutscheinsiedel der Endpunkt der Buslinie, die Anfang
der 90 er Jahre bedauerlicherweise ganz eingestellt wurde. 1968 fuhren
mehrere Tage lang sowjetische Truppen an der Dachsbaude vorbei zur „Rettung
des Friedens“ in die CSR. Eine zeitlang war das Gebiet Sperrgebiet,
danach eine Zufahrt für den Kurort Seiffen da die Strecke über
Niederlochmühle im Sperrgebiet lag.
Das heutige hintere Hotelgebäude war lange Zeit ein Stall mit Heuboden.
Als in Deutschland die Motorisierung zunahm wurden in dessen Erdgeschoß
vier Garagen eingebaut und auf dem Heuboden Zimmer für „Sommerfrischler“,
wie man die Urlauber damals nannte.
Vor und während des 2.Weltkrieges wurden hier im Rahmen der „Kinderlandverschickung“
Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland untergebracht. In der Dachsbaude
hatten sie auch Unterricht und mussten mithelfen, sich zu versorgen.
In den 40er Jahren verursachten mit Feuer spielende Kinder am Hintergebäude
einen Brand, dem der Dachstuhl zum Opfer fiel.
In den 60er
Jahren des 20.Jahrhunderts war die Dachsbaude Ferienheim eines Chemnitzers
(Karl-Marx-Städter) Betriebes und nicht mehr öffentlich zugänglich.
Mit der Wende 1989 sollte sich das ändern, denn eine Firma aus Potsdam
ließ das Gebäude umbauen und sanieren. Aus verschiedenen Gründen
hielt sich die Firma nicht und es wurden immer neue Konzepte mit neuen
Pächtern ausprobiert. Mittlerweile war die Dachsbaude wieder mehr
geschlossen als offen und auch bei der einheimischen Bevölkerung
nicht besonders angesehen. In diesem Zustand haben wir sie am 1.11.1999
übernommen und nach einigen Sanierungsarbeiten wieder eröffnet.
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